{"id":327,"date":"2015-07-09T13:11:11","date_gmt":"2015-07-09T13:11:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.xn--wortwrtlich-vfb.eu\/?p=327"},"modified":"2015-07-09T13:15:44","modified_gmt":"2015-07-09T13:15:44","slug":"diesem-anfang-wohnt-viel-zauber-inne","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.xn--wortwrtlich-vfb.eu\/?p=327","title":{"rendered":"Diesem Anfang wohnt viel Zauber inne"},"content":{"rendered":"<h4><em>Die\u00a0Premiere der ALLIANZ KUNDLER GRAND CHAMPIONS\u00a0<\/em><em>erweist sich als Gl\u00fccksfall f\u00fcr den LTTC und den Tennisport in der Hauptstadt.<\/em><\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.xn--wortwrtlich-vfb.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/LTTC_Pokal.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-331\" src=\"http:\/\/www.xn--wortwrtlich-vfb.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/LTTC_Pokal.jpg\" alt=\"LTTC_Pokal\" width=\"400\" height=\"600\" srcset=\"http:\/\/www.xn--wortwrtlich-vfb.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/LTTC_Pokal.jpg 400w, http:\/\/www.xn--wortwrtlich-vfb.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/LTTC_Pokal-200x300.jpg 200w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir wollen uns gar nicht erst vorstellen wie es gewesen w\u00e4re, wenn sich au\u00dfer Jim Courier auch Petrus unp\u00e4sslich gezeigt h\u00e4tte. Die Weisheit, dass sich das Gl\u00fcck vorzugsweise die T\u00fcchtigen aussucht, nahm sich der himmlische Wettermacher offensichtlich zu Herzen und lie\u00df selbige nicht im Regen stehen. Nach einem \u00fcberraschend freundlichen Turnierauftakt am 27.Juni ging er am darauf folgenden Sonntag in die Vollen und hatte so gro\u00dfen Anteil daran, dass Tausende von Tennis begeisterten Sehfrauen und Sehm\u00e4nnern auf der weitl\u00e4ufigen Anlage des LTTC Rot-Wei\u00df Berlin 1897 hinter ihren nunmehr ja tats\u00e4chlich unentbehrlichen Sonnenbrillen gl\u00e4nzende Augen bekamen.<\/p>\n<p>Dabei hatte\u00a0es anfangs nicht\u00a0unbedingt danach ausgesehen, dass der wagemutige Pilot wie geplant \u00fcber die gro\u00dfe B\u00fchne geht. Denn wie so oft, wenn sich wenige entschlie\u00dfen, etwas wirklich Neues auf die Beine zu stellen, gibt es auch immer jene, die versuchen, ihnen hierbei ein Beinchen zu stellen und solche, die sich darin \u00fcben, das gerade entstehende Gro\u00dfe systematisch klein zu reden. Hinzu kommen jede Menge Eitelkeiten sowie unterschiedliche Ansichten dar\u00fcber, wie dieses gewaltige Unternehmen profitabel, aber dennoch bezahlbar zu stemmen ist.<\/p>\n<p>Gut, dass sich das Quartett bestehend aus LTTC Pr\u00e4sident\u00a0Werner Ellerkmann, Sponsor David Patrick Kundler, Veranstalter Frank\u00a0Lichte sowie LTTC Sportdirektor Markus\u00a0Zoecke von nichts und niemandem beirren lie\u00df. Zusammen mit den Vorst\u00e4nden des LTTC und ungez\u00e4hlten helfenden H\u00e4nden\u00a0gelang es in nur wenigen Wochen, dem seit Jahren unsch\u00f6n dahin siechenden Steffi Graf Stadion Glanz und Anmut zur\u00fcck\u00a0zu geben. Eine Kultst\u00e4tte des europ\u00e4ischen Tennisportes wurde quasi \u00fcber Nacht zur Geburtsst\u00e4tte eines Turniers, das es bis dato in dieser Form noch nirgends gegeben hat. Neben den vorgenannten Herren\u00a0trugen \u00fcbrigens auch zwei rot-wei\u00dfe\u00a0Damen wesentlich dazu bei, dass\u00a0sich der Club so souver\u00e4n\u00a0pr\u00e4sentierte wie lange nicht mehr. Klaudia Zoecke sorgte mit stilsicherer Hand und tatkr\u00e4ftiger Unterst\u00fctzung der Villa Stein daf\u00fcr, dass im\u00a0Grand Slam endlich eine f\u00fcr preu\u00dfische Verh\u00e4ltnisse schon fast glamour\u00f6s anmutende Atmosph\u00e4re einkehrte. Auch die Betreuung prominenter Zeitgenossen, bei der bekannterma\u00dfen ein gewisses Fingerspitzengef\u00fchl gefragt ist, war hier und bei den umsichtig agierenden Servicekr\u00e4ften und Sicherheitsteams in besten H\u00e4nden. Katrin Kempe managte das bei solchen Erstauff\u00fchrungen unvermeidliche administrative Chaos mit der stoischen Gelassenheit einer Marathonl\u00e4uferin und behielt auch dann die Nerven, wenn Dritte wirklich nervten.\u00a0Weitere Gl\u00fccksf\u00e4lle in Form von Mitgliedern,\u00a0die mit ihrem Ideenreichtum, intelligentem netzwerken\u00a0und selbstverst\u00e4ndlicher Hilfsbereitschaft\u00a0erhebliche finanzielle Einsparungen realisieren konnten,\u00a0kamen hinzu.\u00a0Hier werden sich nach gelungenem Auftakt in Zukunft sicherlich noch weitere Unterst\u00fctzer finden.<\/p>\n<p>Wie gut das neue Legenden Konzept funktioniert, wurde in dem Moment deutlich, als es aufs \u00c4u\u00dferste gef\u00e4hrdet schien. Schlie\u00dflich trat mit der extrem kurzfristigen Absage der vermeintlichen Zugnummer Jim Courier der GAU schon ein, bevor das Ganze \u00fcberhaupt losging. Auch hier wollen wir uns lieber nicht vorstellen, was beispielsweise dem Veranstalter Frank Lichte angesichts dieser Absage durch den Kopf ging. Doch sp\u00e4testens als der Spiritus Rektor des Turniers, Markus Zoecke, sichtlich \u00fcbern\u00e4chtigt in der Mitte des Center Court stehend, aus der Not eine Tugend machte, nichts sch\u00f6n redete und stattdessen ein \u201eJetzt erst recht\u201c in den Subtext brachte, freute man sich \u00fcber seine Klasse und auf das Format.<\/p>\n<p>Apropos Klasse. Wie der LTTC Hoffnungstr\u00e4ger \u201eRudy\u201c Rudolf Molleker erstmals vor gro\u00dfer Kulisse sein Match gegen den fulminanten Entertainer und wohl popul\u00e4rsten Tennisbotschafter der Grande Nation, Henri Leconte, gestaltete, machte deutlich, warum er den Spielern seiner Altersklasse l\u00e4ngst enteilt ist. Beeindruckend unbeeindruckt spielte er Leconte die B\u00e4lle zu, lie\u00df ihn seine Spielchen machen und punktete letztlich, ohne wirklich weh zu tun. Respekt. Dem Jungen sieht man an, dass er Federer als Vorbild hat.<\/p>\n<p>Pat Cash, der nach wie vor einen Zug in der Vorhand und einen Schlag bei den Frauen hat, warf seine verschwitzen, hei\u00df begehrten Stirnb\u00e4nder mit der Grandezza eines Toreros in die R\u00e4nge. Wimbledon- und Olympiasieger Michael Stich pr\u00e4sentierte sich hingegen hanseatisch n\u00fcchtern und k\u00e4mpferisch konzentriert. Er ist in diesem Kreis spielerisch die Nummer Eins und verzichtet fast g\u00e4nzlich auf Show &amp; Emotion. Warum sich mit denen messen, die <em>das<\/em> ganz offensichtlich besser k\u00f6nnen? Stich missioniert lieber seine Leidenschaft f\u00fcr technisch einwandfreies Tennis und teilt uneitel seine Expertise mit dem Nachwuchs. Wer dabei war als er am fr\u00fchen Sonntagmorgen zwei hochkonzentrierten, jungen Topathletinnen auf Platz 1 geschlagene 75 Minuten Serviceunterricht vom Allerfeinsten spendierte, wei\u00df, wie ungemein positiv der Mann tickt.<\/p>\n<p>Leconte ist als Maitre de Plaisier \u201etout le Monde\u201c in seinem Element und gewinnt auch die Herzen des Berliner Publikums im Handumdrehen. Er hat sichtlich Spa\u00df am Spiel und sorgt im Zusammenspiel mit dem kongenialen Tennisartist Monsieur Mansour Bahrami immer wieder f\u00fcr staunendes Raunen im Rund, dass fr\u00fcher oder sp\u00e4ter hoffentlich auch in Las Vegas vernommen wird. Als designierter Ehrenturnierdirektor der ALLIANZ KUNDLER GRAND CHAMPIONS hat es sich Ilie Nastase trotz gerade \u00fcberstandener Operation nicht nehmen lassen, in Berlin dabei zu sein. Der fast 70j\u00e4hrige, mehrfache Grand Slam Sieger und ehemalige Nummer 1 im Welttennis freut sich sichtlich dar\u00fcber, dass zu sp\u00e4ter Stunde auch sein junger Freund Henry zu gro\u00dfer Form aufl\u00e4uft.<\/p>\n<p>Mahnte unl\u00e4ngst noch Boris Becker, dass dem Tennis in Zukunft echte Typen fehlen k\u00f6nnten, so w\u00e4re er angesichts der Avantgarde vom LTTC und der Allianz dieser vier Tennisgr\u00f6\u00dfen im Stadion seiner Wohnzimmerfreundin sicherlich begeistert gewesen.<\/p>\n<p>Beim Abschied f\u00e4llt der Blick auf eine vom Mondlicht beschienene Formation automobiler Legenden von bet\u00f6render Linienf\u00fchrung. Unter anderen haben es sich zwei rassige britische Raubkatzen, eine Pagode mit Stern und ein ebenfalls phantastisch aussehendes franz\u00f6sisches Cabriolet auf der roten Asche bequem gemacht, was wohl nicht allen gefallen haben soll. Dabei hat es sich schon der Symbolik wegen gelohnt, die rot-wei\u00dfe Linie einmal im Jahr zu \u00fcberfahren. Schlie\u00dflich sind auch sie Champions einer Epoche, in der weniger Verzicht und Vorsicht und mehr Verm\u00f6gen und Vertrauen das Denken und Handeln der Menschen inspirierte.<\/p>\n<p>Die ALLIANZ KUNDLER GRAND CHAMPIONS werden auch 2016 eindrucksvoll beweisen, dass Akzeptanz, Attraktivit\u00e4t und Aura im Tennisport noch nie eine Frage des Alters war. In diesem Format treffen Expertise und Exzellenz auf Ehrgeiz und Vehemenz. Eigentlich kein Wunder, dass so etwas matcht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die\u00a0Premiere der ALLIANZ KUNDLER GRAND CHAMPIONS\u00a0erweist sich als Gl\u00fccksfall f\u00fcr den LTTC und den Tennisport in der Hauptstadt. &nbsp; &nbsp; Wir wollen uns gar nicht erst vorstellen wie es gewesen w\u00e4re, wenn sich au\u00dfer Jim Courier auch Petrus unp\u00e4sslich gezeigt h\u00e4tte. 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